Die CORONA-Hilfen: Anspruch und Wirklichkeit

Die berühmt-berüchtigte Bazooka von Olaf Scholz schießt zwar schnell, aber ungenau: Internationale Konzerne wie McDonalds oder Starbucks bekommen ihre Zuschüsse (75 % des Umsatzes (!) des Vorjahresmonats), aber sehr viele kleine Unternehmen und Selbständige gehen leer aus. Die Insolvenzwelle wartet vor der Tür.

Drastisch machen das die Gesamtzahlen deutlich. Nur ein sehr kleiner Teil der vorgesehenen Summe ist ausgezahlt. Der Schnellschuss entpuppte sich eben mehr gut gemeint als gut gemacht: Viele Unternehmen gehen leer aus, die genau die geforderten wirtschaftstechnischen Kriterien für eine Förderung nicht erfüllen – obwohl sie dramatisch unter CORONA leiden.

Die Ungenauigkeit der Förderpolitik mag an der großen Bedeutung von Meinungsumfragen liegen – bedenken Sie das Wahljahr 2021! Sie mag auch daran liegen, dass die Regierung sich selbst Sachkenntnis zutraut, die bei ihr nicht vorhanden ist. Dafür gibt es Belege: Man denke nur an die ökologisch unsinnige, sehr teure Förderung der Elektromobilität: Bis 2038 erhöht jedes neu zugelassene e-Auto den Verbrauch von Kohlestrom in Deutschland! Oder denken Sie an das Desaster des Förderprogramms „Einsparzähler“. Gut gemeint ist nicht immer gut getan.

Fazit für die Praxis: Da die Förderpolitik ein Dschungel darstellt, sollten Sie Ihre betrieblichen Planungen mit einer umfassenden Überprüfung und Auswertung aller Förderoptionen absichern. Aktuell gelten in Deutschland mehr als 2000 Förderprogramme. Im Mittelstand reden wir meist von fünf- bis siebenstelligen Beträgen. Das ist Chefsache! Geben Sie eine umfassende Analyse aller Möglichkeiten und Bedingungen in Arbeit, und zwar rechtzeitig, vor Beginn von konkreten Projekten und bedeutenden Ausgaben. Später ist zu spät!

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